Banking

„Traditionelles Banking funktioniert gut. Für die Banken. Seit Jahrhunderten hat sich das Bankwesen kaum verändert. Einfach ausgedrückt bringen Banken Anleger mit Kreditnehmern zusammen. Sie zahlen Zinsen auf Kontoeinlagen und verleihen Geld an Unternehmen und Verbraucher. Sparbuchbesitzer sehen ihre Ersparnisse wachsen, Kreditnehmer nutzen das Kapital. Die Bank machen dabei einen ansehnlichen Gewinn aus der Differenz“

Zum ersten Mal in der Geschichte des Bank- bzw. Kreditwesens, ist es möglich über einen Online-Marktplatz Anleger und Kreditnehmer auf unkomplizierte Weise zusammen zu bringen. Und das alles ohne die Beteiligung von Banken oder anderen Kreditinstitutionen. Charles Moldow, General Partner bei Foundation Capital (Lending Club Investor), geht sogar davon aus, das bis 2025 jedes Jahr eine Billion US-Dollar über P2P-Kreditmarktplätze verliehen wird. Auch wenn die Ergebnisse des letzten Jahres von Prosper und Lending Club, mit einem Kreditvolumen von über $2,4 Milliarden beeindruckend klingen. Im Vergleich zu der 3,2 Billionen US-Dollar Kreditwirtschaft in den USA, wirken sie wie Tropfen auf dem heißen Stein.

Moldow glaubt, dass wenn die Geldverleihaktivitäten den Banken genommen und auf Viele verteilt werden, es in Zukunft weniger Notwendigkeit von legislativer Regulierung gibt, und der Spruch „Too big to fail“ der Vergangenheit angehören wird.Laut Moldow haben wir momentan die Situation, dass die Banken auf riesigen Spareinlagen sitzen, die in hochrisikoreichen Anlagen investiert sind. Dies führt dazu dass die Banken zu „Megabanken“ werden und ihr möglicher Bankrott unvorhersehbare Folgen haben würde. Dadurch werden sie „Too Big to Fail“. Moldow vermutet jedoch, dass das Prinzip des P2P-Lendings das Bankensystem nachhaltig verändern wird und durch ein ausgeglichenes Verteilen der Risiken auf viele Personen, das Gesamtrisiko sinken wird.

Laut Moldow würden die Banken heutzutage nicht so einen Schutz genießen, wäre das Kapital der Banken nicht so kreditgestützt wie es heute ist. Es ist Moldow glaube dass bis 2025 signifikante Anteile am Ratenkreditmarkt an die neuen P2P-Kreditmarktplätze fallen wird. Dadurch wird auch die Abhängigkeit der Wirtschaft von den Megabanken verringert und Wohlstand und Risiken besser verteilt. In den USA erlebt die Branche bereits in starkes Wachstum. In Deutschland versuchen Newcomer wie Lendico das Konzept populär zu machen. Moldow vermutet dass die Tranformation eher im Hintergrund verlaufen wird, 2025 dann aber sehr schnell sehr präsent sein wird. Themen wie P2P-Kredite sind halt nicht cool oder sexy wie Facebook oder Instagram, haben aber einen realen Einfluss auf das Leben der Menschen. Er rechnet damit, dass je mehr Menschen von P2P-Krediten wissen und je besser die Leute aufgeklärt werden, desto größter und wichtiger wird das Geschäftsmodell in der Gesellschaft.

Doch nicht nur im Bereich P2P-Kredite, darf man in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum erwarten. Momentan befindet sich der gesamte Bankensektor in einer Transformation. Christian Ricken , ein Mitarbeiter der Deutschen Bank im höheren Management sagte kürzlich in der „Welt“: „80 Prozent der Bankprodukte sind heute schon online-abschlussfähig.“ Er rechnet mit einer weiteren Zunahme der Online-Aktivitäten im Bankbereich.

Das Berliner Startup Avuba zum Beispiel bietet ein bequemes Mobile-Payment System. Hier können sich Freunde ganz einfach per Knopfdruck Geld überweisen. Ein geniales aber einfahces Prinzip, was jedoch gar nicht mal so neu ist wie man denkt. Auf dem Kontinent Afrika ist Mobile-Payment eine der am weitesten verbreitetsten Arten des Bezahlens.

Auch die Fidor-Bank aus Berlin versucht einen neuen, sozialeren Ansatz zu gehen. Sie ist eine Online-Direktbank mit sozialem Aspekt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Banken, gibt es bei der Fidor Bank eine Online-Community, in der sich die Kunden austauschen können. Durch das nicht vorhandene Filialnetz, können Kosten eingespart und an die Kunden weitergegeben werden. Wer Verbesserungsvorschläge oder eine gute Idee hat, hat außerdem die Möglichkeit auf der Webseite der Bank Vorschläge zu machen. So versucht die Fidor Bank aufzugreifen was viele Banken verschlafen haben: Der direkte Kontakt mit dem Kunden über die neuen Medien.

Trotzdem sieht Deutsche Bank Mitarbeiter Christian Ricken das Ende der traditionellen Bankfiliale noch lange nicht. Seiner Meinung nach, ist ein Bankfiliale nicht einfach zu kopieren. Anforderungen an Anlegerschutz und Kapitalaustattung seien nur einige der Aspekte. Vor allem erprobte Systeme für das Risikomanagement und langjährige Beziehungen zum Kunden seien nicht einfach auszuwechseln.

Trotzdessen lastet ein gewisser Veränderungsdruck auf den Schultern der traditionellen Geldhäuser. Mit dem Einstieg von Internet-Riesen wie Google, Paypal, Amazon oder Rocket Internet werden Wettbewerb und Dynamik der Entwicklung verstärkt bzw. beschleunigt.

Einen ersten Schritt in die Zukunft ist kürzlich die Commerzbank gegangen. Sie nutzt ihre Krise und Zeit der Umstrukturierung zur Gründung eines Inkubators für Finanztechnologie-Startups. Die Technologieschmiede unter dem Namen „Main Incubator“ soll der Commerzbank einen relevanten Platz in der Zukunft sichern.

Sicher ist auf jeden Fall, dass wir in Zukunft große Veränderungen im Finanzsektor gehen werden. Auch wenn die alten Banken vielleicht nicht vollständig verschwinden werden, so ist die Anpassung an die neuen Technologien unausweichlich. Interessant wird es, wenn die alten Banken mit auf den Zug aufspringen und anfangen, ihre eigenen Ideen zu entwickeln oder Kooperationen mit den neuen Mitspielern eingehen. Dann wäre die Bankenwelt etwas, was sie schon lange nicht mehr war: Eine treibende Kraft der Innovation.

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