Der Kreditmarktplatz Lendico will aufgrund mager ausfallender Ergebnisse drei Standorte schließen. Außerdem sind Änderungen am Geschäftsmodell geplant.

Lendico gehört zu den Newcomern auf dem deutschen Crowdlending-Markt. Seit einem Jahr vermittelt Lendico Kreditnehmer mit privaten Anlegern über eine Online-Plattform. Bisher sorgte as Startup mit einer schnellen Expansion sowie großflächigem Marketing für Aufmerksamkeit. Jetzt allerdings sollen aufgrund mangelnder Nachfrage und schlechter Qualität der Kredite, drei von sechs der in Europa liegende Standorte geschlossen werden. Betroffen sind Spanien, Polen und Südafrika, wo in Zukunft keine Privatanleger mehr investieren dürfen.

Die Entwicklung in Spanien, Polen und Südafrika blieb hinter unseren Erwartungen“, sagt Lendico-Geschäftsführer Dominik Steinkühler gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Vor allem die niedrige Qualität der Kreditanfragen in diesen Ländern mache das Investieren von Privatanlegern zu risikoreich. In Spanien zum Beispiel konnten nur zwei von zehn Kreditanfragen überhaupt akzeptiert werden. Größere Finanzhäuser können es sich außerdem eher leisten, höhere Ausfallrisiken abzufangen – erklärte das Unternehmen in einem Blogbeitrag.

Zu diesen institutionellen Anlegern gehören seit kurzem auch zwei deutsche Banken sowie zwei Hedgefonds, die laut Lendico Angaben „einen dreistelligen Millionenbetrag in Kredite von Lendico investiert“ hätten. Damit verfolgt Lendico eine ähnliche Strategie wie die US-Kreditmarktplätze, die schon seit längerem intensiv mit institutionellen Anlegern zusammenarbeiten um höhere Kreditvolumen bedienen zu können. Manche sehen darin ein eine Kannibalisierung der ursprünglichen Idee, während andere die Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren für unabdingbar halten.

Das Funding nutzt Lendico für den Ausbau der Aktivitäten in den schnellwachsenden Kernmärkten. Besonders in Deutschland übersteigt die starke Kreditnachfrage, allein rund 500 Millionen Euro im letzten Jahr, die ursprünglichen Erwartungen. Das Angebot wird daher dort erweitert, um noch mehr Kreditnehmern eine Alternative zum klassischen Bankkredit bieten zu können.

Neben den Standortschließungen will Lendico außerdem auch Kredite für KMU anbieten- und würde damit in direkte Konkurrenz mit dem ehemaligen Schwesterunternehmen Zencap gehen. Dies ist verwunderlich, da beide Unternehmen vom Internet-Inkubator Rocket Internet unterstützt werden und bisher unter dem Dachmarken-Namen „Deutsche Kreditmarktplätze“ firmierten. „Wir werden um einige Kunden in diesem Business konkurrieren“, heißt es in einer Mail der Lendico-Führung an die Mitarbeiter.

Anscheinend ist das Verhältnis zwischen den Unternehmen signifikant abgekühlt: „Wir sind informiert worden, dass es überhaupt keinen Wissenstransfer [zwischen beiden Unternehmen] mehr geben wird und dass Zencap jede Art von Zusammenarbeit verweigern wird“, berichtete das Online-Magazin Gründszene.de.

In Zukunft werden alle Geschicke von der Lendico-Zentrale in Berlin geleitet. Die Büros in Johannesburg und Madrid werden geschlossen, wobei rund 20 Mitarbeiter entlassen werden müssen. Das Lendico-Team soll rund 100 Mann stark bleiben.

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