Zencap LogoDer Kreditmarktplatz Zencap berichtet erstmals von negativen Einflüssen des Kleinanlegerschutzgesetzes auf das Crowdlending. Laut einem Statement von Zencap, behindert vor allem die Prospektpflicht den Investitionsprozess und sorgt für eine Knappheit an verfügbaren Kreditprojekten auf der Zencap-Plattform.

Eigentlich soll das Kleinanlegerschutzgesetz die Rechte der Verbraucher auf dem grauen Kapitalmarkt schützen. Fälle wie die Prokon-Insolvenz, sollen dadurch in Zukunft verhindert werden. Damals verloren 75.000 Anleger knapp 1,4 Milliarden Euro bei der Insolvenz des Windanlagenunternehmens.

Bisher war der sogenannte „Graue Kapitalmarkt“ nur teilweise über das Vermögensanlagegesetz geregelt. Die Regeln dieses Gesetzes verpflichten Anbieter von Geschlossenen Fonds und Genussscheinen, einen Info-Prospekt für potenzielle Investoren zu erstellen. Dieser muss von der Finanzmarktaufsicht BaFin genehmigt werden.

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes im Juli 2015 wurde diese Prospektpflicht auf partriarische Darlehen, Nachrangdarlehen sowie wirtschaftlich vergleichbare Anlagen und Crowdinvestments erweitert. Darunter fallen auch P2P-Krediten.

Prinzipiell ist das Grundverständnis des Kleinanlegerschutzgesetzes mit Blick auf P2P-Kredite problematisch, da es in Hinblick auf große Kapitalaufnahmen in Nachrangformat, vor allem partiarische Nachrangdarlehen, definiert wurde. Für kleine Unternehmen, die weniger als 1 Mio. Euro über ein klassisches Darlehen aufnehmen wollen, ist die Regulierung weniger sinnvoll.

Für den Kreditmarktplatz Zencap stellt dies jetzt erstmals ein Problem da. Der Kreditmarktplatz hat laut eigenen Aussagen Probleme dabei, Kredite von über 100.000€ als Investment für Privatanleger zur Verfügung zu stellen. Grund ist die Prospektpflicht, die auch bei P2P-Krediten ab 100.000€ greift. Für Zencap als Anbieter ist es schlicht nicht wirtschaftlich, zwei verschiedene Prozesse für Kreditprojekte unter 100.000€ und über 100.000€ anzuwenden.

Für Privatanleger bei Zencap ist es außerdem verwirrend, warum Kredite unter 100.000€ anderen Regulierungen unterworfen sind als Kredite mit höherem Volumen. Die kreditsuchenden Unternehmen sind jetzt gezwungen, ein Vermögensinformationsblatt bereitzustellen, für das der jeweilige Unternehmer haftet. Dies ist zusätzlich mit Kosten verbunden und stellt eine weitere Eintrittshürde für potenzielle Zencap-Kreditnehmer da. Außerdem ist fraglich, ob ein Informationsblatt wirklich notwendig ist, wo Zencap doch schon die Bonitätsprüfung der Unternehmen übernimmt und Chancen und Risiken auch klar anzeigt (siehe Zencap Risikoklassen).

Das Kleinanlegerschutzgesetz ist auch wie andere Gesetze wahrscheinlich gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht. Dies ist typisch für Deutschland, wo neue Entwicklungen und Innovationen bei der Gesetzgebung nicht beachtet oder auch schlichtweg ignoriert werden. Ein gutes Beispiel aus einem anderen Themenfeld ist die Störerhaftung, die die Verbreitung von kostenlosen WLAN-Hotspots in Deutschland bis heute bremst.

Wie der Fintech-Sektor in Zukunft in Deutschland reguliert wird, steht noch offen. Die Fintech-Startups täten aber gut daran, sich für Ihre Sache bei der Politik vehement einzusetzen, bevor neue Gesetze innovative Geschäftsmodelle im Keim ersticken. Es wäre sicherlich negativ für die gesamte deutsche Volkswirtschaft, auch diesen Abschnitt der Digitalisierung zu verpassen.

In den vergangenen Tagen haben uns einige Nachrichten von Zencap-Anlegern erreicht, die die derzeit relativ geringe Auswahl an Kreditprojekten auf unserem Marktplatz thematisieren. Zum besseren Verständnis möchten wir in diesem Blogpost auf die wesentliche Ursache, das Kleinanlegerschutzgesetz (KASG), eingehen.

Unser Kreditmarktplatz zeichnet sich durch eine große Auswahl an Projekten aus den verschiedensten Regionen, Sektoren und Branchen aus. Seit einigen Tagen ist diese Auswahl nun minimierter und bei unseren privaten Investoren entstehen Fragen nach den Hintergründen. Anders als von einigen Anlegern vermutet spielt die Finanzierungszusage des institutionellen Investor Victory Park Capital (VPC) nur eine untergeordnete Rolle. Hauptursache für die geringe Anzahl an Kreditprojekten auf unserem Marktplatz ist das im Juli 2015 in Kraft getretene Kleinanlegerschutzgesetz (KASG). Diese Regulierung ist eine vom Gesetzgeber initiierte Maßnahme zum Schutz von privaten Anlegern – mit negativen Folgen für unsere Plattform. Obwohl wir die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen grundsätzlich positiv bewerten, führen diese neuen Richtlinien für uns zu erheblichen Erschwernissen:

Hier ganzes Statement lesen…

 

 

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