Bildschirmfoto 2014-05-05 um 22.05.37

Die SCHUFA Holding AG ist die größte private, deutsche Wirtschaftsauskunftei. Der Datensatz der SCHUFA umfasst 682 Millionen Informationen zu 66,3 Millionen Privatpersonen und 4,2 Millionen Unternehmen, was ca. zwei Drittel aller Deutschen umfasst. Die SCHUFA erteilt pro Tag rund 300.000 Auskünfte an Vertragspartner und Verbraucher. 8.500 Firmenkunden aus Kreditwirtschaft, Handel und Dienstleistung sind als Vertragspartner an die SCHUFA angeschlossen. Die Auskünfte der SCHUFA sind dabei oft ausschlagebend, ob ein Kredit zustande kommt oder nicht. Doch wie arbeitet die SCHUFA eigentlich und was muss ich tun um die einen guten SCHUFA-Wert zu erreichen?

Fast jeder der einen Kredit aufnehmen will, kommt um die SCHUFA nicht herum (außer bei SCHUFA freien Krediten). Banken und andere Finanzinstitutionen, aber auch Händler und Leasingesellschaften, nutzen die Daten der SCHUFA um die Bonität ihrer Kunden zu bewerten. Da die Kreditvergabe in der Regel eine Frage des Vertrauens ist, sich heutzutage Kreditnehmer und Kreditgeber aber meist persönlich nicht kennen, sind Unternehmen heutzutage auf Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien angewiesen. Kreditgeber erhalten bei der SCHUFA Einsicht über Geschäftsverläufe einer Person sowie alle kreditrelevanten Daten wie Name, Geburtsort und Tag, Anschrift, Girokonten und Kreditkarten. Die Daten der SCHUFA sind in fast ganz Deutschland ausschlaggebend für eine positive oder negative Kreditentscheidung.

Zu welchem Zweck sammelt die SCHUFA-Informationen?

Die SCHUFA Holding AG ist eine Wirtschaftsauskunftei und hilft Unternehmen dabei, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden zu bewerten. Mithilfe eines Algorithmus wird ein SCHUFA-Score, ähnlich einer Punktzahl ausgerechnet. Dieser Score zeigt Unternehmen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls bei der jeweiligen Person ist. Dem entsprechend werden z.B. Zinssätze oder KFZ-Prämien festgelegt. In Zeiten, in denen ein großer Teil des Handels und der Wirtschaft im Internet stattfindet, sind Unternehmen wie die SCHUFA unerlässlich zur schnellen und sicheren Bewertung von Verbrauchern oder Unternehmen.

Wie sammelt die SCHUFA-Informationen?

Konsumenten gestatten durch Bestätigung der SCHUFA-Klausel dem Kreditgeber, vertragsbezogene Informationen an die SCHUFA weiterzugeben. Dadurch wird der Kreditgeber ggf. vom Bankgeheimnis entbunden. Es werden jedoch ausschließlich vertragsbezogene Daten gespeichert. Kreditgeber können Unternehmen wie Banken oder Finanzdienstleister sein, aber auch Kaufhäuser oder Handyanbieter.

Die SCHUFA-Klausel im Wortlaut:

„Ich/ Wir willigen ein, daß die finanzierenden Banken der für meinen/unseren Wohnsitz zuständigen SCHUFA-Gesellschaft (Schutzgesellschaft für allgemeine Kreditsicherung) Daten über die Beantragung, die Aufnahme (Kreditnehmer, Mitschuldner, Kreditbetrag, Laufzeit, Ratenbeginn) und vereinbarungsgemäße Abwicklung (z.B. vorzeitige Rückzahlung, Laufzeitverlängerung) dieses Kredits übermittelt. Unabhängig davon werden die finanzierenden Banken der SCHUFA auch Daten aufgrund nicht vertragsgemäßer Abwicklung (z.B. Kündigung des Kredits, Inanspruchnahme einer vertraglich vereinbarten Lohnabtretung, beantragter Mahnbescheid bei unbestrittener Forderung sowie Zwangsvollstreckungsmaßnahmen) melden. Diese Meldungen dürfen nach dem Bundesdatenschutzgesetz nur erfolgen, soweit dies zur Wahrung berechtigter Interessen der finanzierenden Banken, eines Vertragspartners der SCHUFA oder der Allgemeinheit, erforderlich ist und dadurch meine/ unsere schutzwürdigen Belange nicht beeinträchtigt werden. Soweit hiernach eine Übermittlung erfolgen kann, befreie(n) ich/wir die finanzierenden Banken zugleich vom Bankgeheimnis.

Die SCHUFA speichert die Daten, um den ihr angeschlossenen Kreditinstituten, Kreditkartenunternehmen, Leasinggesellschaften, Einzelhandelsunternehmen einschließlich des Versandhandels und sonstigen Unternehmen, die gewerbsmäßig Geld- oder Warenkredite geben, Auskunft geben zu können. An Unternehmen, die gewerbsmäßig Forderungen einziehen und der SCHUFA vertraglich angeschlossen sind, können zum Zwecke der Schuldnerermittlung Adressdaten übermittelt werden. Die SCHUFA stellt die Daten ihren Vertragspartnern nur zur Verfügung, wenn diese ein berechtigtes Interesse an der Datenübermittlung glaubhaft darlegen. Die SCHUFA übermittelt nur objektive Daten.

Wir können Auskunft bei der SCHUFA über die mich/uns betreffenden gespeicherten Daten erhalten.”

Wie finanziert sich die SCHUFA?

Die Dienstleistungen der SCHUFA sind nicht kostenlos. Vertragspartner der SCHUFA zahlen für eingeholte Auskunft eine Gebühr. Tarife unterscheiden sich dabei je nach Branche und Informationsbedarf.

Was ist der SCHUFA-Basisscore und welche Daten bezieht die SCHUFA mit ein?

Der SCHUFA-Score ist ein Bewertungsmaßstab der Auskunft über die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers geben soll. Der genaue Scoring-Prozess ist betriebsintern und beruht laut SCHUFA auf „anerkannten und bewährten Verfahren“. Für die SCHUFA ist der Algorithmus zur Berechnung der Bonität Grundlage des Geschäfts, die Wirtschaftsauskunftei möchte aus diesem Grunde die Einzelheiten des Scoring-Prozesses nicht veröffentlichen.

Mit einfließen in das SCHUFA-Scoring fließen allerdings Daten wie vergangene und laufende Kreditaktivitäten, vergangene Zahlungschwierigkeiten und jegliche Informationen über vergangene Kreditgeschäfte. Je nach dem, ob Forderungen erfüllt worden sind oder nicht, vermerkt die SCHUFA entweder einen positiven oder auch negativen Eintrag. Bei den Negativmerkmalen wird des Weiteren zwischen „weichen“ und „harten“ unterschieden. „Weiche“ Negativmerkmale schließen Zahlungsverspätungen oder z.B. Löschungen einer Mobilfunkkarte mit ein. „Harte“ Negativmerkmale werden erst bei Haftbefehlen oder Privatinsolvenzen vermerkt.

Die SCHUFA sammelt keine Daten zu Nationalität, Beruf, Einkommen, Familienstand oder Wohngegend. Diese Daten fließen daher auch nicht mit in den Score der SCHUFA mit ein.

Was ist der SCHUFA-Branchenscore?

Neben dem SCHUFA-Basisscore, berechnet die SCHUFA für jeden Verbraucher einen branchenspezifischen Score. So lässt sich präziser feststellen, wie hoch die jeweilige Ausfallwahrscheinlichkeit für eine bestimmte Art von Kredit ist. Möchte eine Person ein Haus finanzieren, so ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für diese Art von Kredit möglicherweise anders, als z.B. für einen Unterhaltungselektronik-Finanzierung (für die selbe Person). Aus diesem Grunde hat die SCHUFA neben dem Basisscore auch den Branchenscore eingeführt.

Wie lange werden die Daten bei der SCHUFA gespeichert?

– Jegliche Angaben über Anfragen werden nach zwölf Monaten gelöscht.

– Informationen über Kredite werden drei Jahre nach dem Jahr der Rückzahlung gelöscht.

– Eintragungen über Giro- und Kreditkartenkonten werden sofort nach Auflösung des Konto gelöscht

– Negative Eintragungen über nicht vertragsgemäßes Verhalten werden nach drei vollen Kalenderjahren gelöscht. Jedoch ist auch eine längere Speicherung möglich, wenn Forderungen längere Zeit nicht ausgeglichen wurden

– Daten aus Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte werde ebenfalls nach 3 Jahren gelöscht, vorzeitig wenn der Kreditnehmer eine Löschung durch das Amtsgericht bei der SCHUFA nachweist.

 

Kostenloser Email-Kurs - Lernen Sie erfolgreich zu investieren!

Kostenloser Email-Kurs - Lernen Sie erfolgreich zu investieren!

 In nur 8 Tagen zum erfolgreichen P2P-Investor werden. Interessiert?

1. Kostenloser eMail-Kurs! Sie erhalten sofortigen Zugang zu unserem P2P-Investor Email-Kurs. Erfahren Sie alles, was man wissen muss, um erfolgreich in P2P-Kredite zu investieren.

2. Regelmäßige Updates! Seien Sie informiert und erhalten Sie unseren Newsletter direkt in Ihr Postfach. Keine wichtigen Entwicklungen verpassen.

3. Kein Spam! Wir versenden keinen Spam und geben Ihre E-Mail-Adresse nicht weiter. Abmeldung jederzeit möglich.

Treten Sie jetzt der Lending School Community bei!

Sie haben sich erfolgreich registriert!