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Die digitale Revolution hat nun auch den Banksektor erreicht. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Accenture. Laut dem Bericht mit dem Titel  „Accenture: The Future of Fintech and Banking Digitally disrupted or reimagined“, haben sich die Investitionen in den Fintech-Sektor 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht.

Während 2013 US$4.05 Milliarden in den Fintech-Sektor investiert wurden, waren es im Jahr 2014 bereits US$12.2 Milliarden. Die Ergebnisse  der Studie zeigen außerdem, dass die USA weiterhin Wachstumsmotor der Branche sind. Besondere Aufmerksamkeit erregte auch der Börsengang der Crowdlending-Plattform Lending Club 2014, der vor allem auch dem P2P-Lending weiteres Momentum verschaffte.

Allerdings ist Europa als Newcomer mittlerweile der Markt mit dem schnellsten Wachstum. Die Gesamtinvestitionen 2014 beliefen sich auf US$623 Millionen, was einem Wachstum 215% von entspricht. Besonders England und Irland heben sich dabei als Fintech-Hotspots hervor. Dort profitieren vor allem auch Kreditmarktplätze von einer günstigen Gesetzeslage und erfahren Unterstützung durch die Politik. Auch Partnerschaften mit etablierten Finanzinstituten erhöhen die Popularität und Akzeptanz der neuen Fintech-Startups. Trotzdem sind die Investitionen im Vergleich zu den USA noch wesentlich kleiner. Kein Wunder, denn vor allem Kalifornien gilt als Geburtsort der Internet-Industrie.

In Deutschland ist die Branche noch sehr klein, doch können Kreditmarktplätze wie Zencap, Auxmoney oder Lendico bereits steigende Popularität verzeichnen.

Viele der neuen Unternehmen konkurrieren mit den alten Geldhäusern, jedoch wurden bereits einige Partnerschaften geschlossen. Ein bekanntes Beispiel ist die Kooperation von Lending Club mit einem US-Bankkonsortium, bestehend aus über 200 kleinen Banken. Die meisten Banken haben erkannt, dass es sich mehr für Sie lohnt, von Anfang an Teil der neuen Branche zu sein, anstatt später große Marktanteile und an Bedeutung zu verlieren.

Für die Banken sind diese Kooperationen außerdem ein guter Weg, den Kunden eine möglichst breite Produktpalette zu bieten. So können Sie Kunden, die nicht die Vorraussetzungen erfüllen, an Kreditmarktplätze weiterleiten. Hierbei geht es jedoch weniger um Kunden mit schlechter Bonität, sondern oft um kleinere Kredite, die die Banken aufgrund eines Kreditfixkosten-Problems nicht profitabel bedienen können. Hier haben Kreditmarktplätze einen Vorteil, denn Ihre Prozesse sind wesentlich schlanker und meist effizienter.

Hier zeigt sich auch die duale Natur der neuen Branche. Während zum einen alten Unternehmen durch disruptive Geschäftsmodelle verdrängt werden, gibt es außerdem viele Kooperationen, von denen sowohl die Startups sowie etablierte Institute profitieren. Laut der Accenture Studie sagten 80% aller befragten Banker, dass die Zusammenarbeit mit Startups ein guter Weg sei, um neue Ideen in das Geschäft zu bringen. Außerdem wären 60% der Befragten bereit, Umsatzanteile zugunsten neuer Geschäftsmodelle aufzugeben. Das ist gut, denn so steigt am Ende die Qualität der angebotenen Produkte- der Kunde profitiert.

Accenture sieht für die Zukunft zwei mögliche Szenarien. Im ersten Szenario geht man mit 56%er Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Banken Ihre eigenen Geschäftsmodelle den neuen Gegebenheiten anpassen werden. Im diesen Szenario läge der Fokus auf der Steigerung des Kundennutzen. Im anderen Szenario erfolgt die „digitale Disruption“, während der die Banken Marktanteile verlieren und Startups aufkaufen, um ihre Kerngeschäfte zu beschützen. Dieses Szenario hätte für den Banken langfristig negative Folgen ,da Ihre Produkte nach und nach an Wettbewerbsfähigkeit verlieren würden.

Links

„Accenture: The Future of Fintech and Banking Digitally disrupted or reimagined“

„Fintech ist schneller, cooler, einfacher“: Süddeutsche Zeitung über die neuen Player.

 

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