Lending Club CEO Renauld Laplanche (Quelle: lendingclub.com)

Peer-to-Peer-Lending ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Vor allem in den USA hat der US-Kreditmarktplatz Lending Club mit seinem Börsengang für viel Aufsehen gesorgt und die Diskussion angeheizt, ob das P2P-Lending die Bankenwelt wirklich transformieren kann. Anlässlich dieser Diskussion hat Lending Club CEO Renaud Laplanche nun auf americanbanker.com die 5 größten Mythen über P2P-Lending widerlegt.

Mythos Nummer 1: Peer-to-Peer-Lending ist Feind der Banken

Das P2P-Lending wird von vielen als der nächsten Banken-Killer angesehen, allerdings wird dabei häufig übersehen, dass Kreditmarktplätze meist in für Banken umprofitablen Bereichen arbeiten. Einer dieser Bereiche sind kleine Konsumenten- und Unternehmerkredite, die die traditionellen Banken aufgrund eines Kredit-Fixkosten-Problems nicht bedienen können. Hier können die Kreditmarktplätze eine Lücke füllen, denn sie operieren mit wesentlich schlankeren Strukturen als herkömmliche Banken. Mittlerweile haben auch schon viele Kreditmarktplätze Kooperationen mit Banken vereinbart, um ihren Kunden das jeweils beste Angebot anbieten zu können.

Mythos Nummer 2: Peer-to-Peer-Lending ist unreguliert

Die Hauptziele der Bankenaufsicht sind in § 6 Abs. 2 KWG zusammengefasst. Sie bestehen darin, Missständen im Kreditwesen entgegenzuwirken, die die Sicherheit der den Instituten anvertrauten Vermögenswerte gefährden, die ordnungsgemäße Durchführung der Bankgeschäfte beeinträchtigen oder erhebliche Nachteile für die Gesamtwirtschaft nach sich ziehen können.

Obwohl das Peer-To-Peer-Lending noch neu in Deutschland ist, ist es keineswegs frei von Regulierung.  Da die Kreditmarktplätze stets mithilfe einer Partnerbank arbeiten, sind die auf dem Marktplatz vergebenen Kredite den selben Regularien wie Bankkredite unterworfen. Das Peer-to-Peer-Lending ist also keineswegs unreguliert, sondern profitiert vor allem von schlanke Strukturen und fehlenden, teuren Bankfilialen.

Mythos Nummer 3: Kreditmarktplätze nutzen unübliche Scoring-Modelle

Ein genaues Scoring ist das Herzstück des Kreditwesens. Schätzt eine Bank das Ausfallrisiko eines Kreditnehmers falsch ein, werden unverhältnismäßige Zinsen verlangt und ein Verlustgeschäft droht. Um ein passendes Kosten/Risiko-Verhältnis zu erreichen, ist ein genaues Scoring also unabdingbar.

Das Scoring der Kreditmarktplätze folgt eigentlich recht traditionellen Regeln. Genau wie bei Banken, fließen Schufa-Score und andere wichtige Faktoren wie monatliche Einnahmen und Ausgaben mit in das Scoring ein. Das Peer-to-Peer-Lending ist also kein Auffangbecken für Kreditnehmer mit schlechtem Schufa-Score, sondern macht sich Kostenvorteile durch Digitalisierung, besser Kapitalverteilung und schlanke Strukturen zu nutze.

Mythos Nummer 4: Kreditmarktplätze haben sich noch nicht während Wirtschaftskrisen bewiesen

Viele Kritiker des P2P-Lendings nutzen regelmäßig das Argument, dass die Kreditmarktplätze während eines Aufschwungs zwar gute Ergebnisse erzielen würden, ihre Stabilität aber in Zeiten der Krise noch nicht bewiesen ist. Auch dies ist ein Mythos, denn die beiden führenden US-Kreditmarktplätze Lending Club und Prosper, gingen nur kurz vor der weltweiten Finanzkrise 2008 an den Markt – und erzielten weiterhin positive Renditen für ihre Anleger.

Mythos Nummer 5: Kreditmarktplätze sind bei Problemen fein raus

Online-Kreditmarktplätze generieren Umsatz durch das vermitteln von Krediten zwischen Kreditnehmer und den Anlegern/Partnerbank. Ein häufiger Vorwurf lautet, das Kreditmarktplätze im Falle eines schlechten Scoring oder sonstigen Problemen, kein Risiko tragen. Auch dies ist ein Mythos, denn ein Kreditmarktplatz steht genau wie jedes andere Unternehmen mit seinem Namen ein und muss sich im Fall von Problemen diesen auch stellen. Ein schlechtes Scoring und fehlendes Vertrauen würden jedem Kreditmarktplatz innerhalb kürzester Zeit den Todesstoß versetzen. Für den Fall einer Insolvenz gibt es meist Notfall-Abwicklungsprozesse, so dass die Kreditraten bis zur letzten abbezahlt werden und die Anleger ihr Geld doch noch zurück erhalten.

Fazit der Lending School:

Meiner Meinung nach wird das Peer-To-Peer-Lehnding weiterhin wachsen, denn es operiert vor allem dort, wo Banken nicht mehr profitabel arbeiten können. Dies betrifft vor allem kleinere Kredite, die Banken aufgrund des Kredit-Fixkosten-Problems nicht vergeben können. Sicherlich wird man in Zukunft weitere Kooperationen zwischen Kreditmarktplätzen und Banken sehen, wovon der Kunde am Ende eigentlich nur profitieren kann. Für Investoren bleibt das P2P-Lending in Zeiten von Niedrigzins und volatilen Aktienmärkten weiterhin ein attraktives Investment, denn es erfordert keine jahrelange Ausbildung, bietet aber gleichzeitig berechenbare und stabile Renditen.

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