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Die Lending School hat für Sie 5 Best Practices ausgewählt, an denen Sie sich als Anleger orientieren können. Egal ob Anfänger oder Profi, diese Punkte müssen beachtet werden.

 

1. Diversifikation des Kreditportfolios

Kreditausfälle gehören zum P2P-Lending, wie die Butter zum Brot.

Weiterhin gilt also: Ohne ausreichende Diversifikation geht nichts. Das Investieren in P2P-Kredite macht also erst dann Sinn, wenn Sie ein Kreditportfolio mit mindestens 100 Kreditprojekten erstellen können. Ein einzelner Kredit sollte dabei nie mehr als 1% des Kreditportfolios ausmachen. Zum Beispiel, sollten Sie mit 500€, in 100 Kredite á 5€ investieren.

Hier gilt: Je mehr desto besser.

Eine Ausnahme bilden Kreditmarktplätze mit Sicherungspool oder Buy-Back-Garantie. Hier werden die Verluste durch den Kreditmarktplatz ausgeglichen, eine Diversifikation ist also nicht zwingend notwendig. Dabei erhöht sich jedoch das Plattformrisiko, da die Ausfälle von den Anlegern auf die Plattform ausgelagert werden.

Zur Steigerung Ihres Diversifikationsgrades, ist auch das Investieren in verschiedene Kreditklassen sinnvoll. Zum Beispiel können Sie Ihr Anlagekaptal auf Konsumentenkredite und Unternehmenskredite verteilen, um so das Klumpenrisiko zu minimieren.

 

2. Diversifikation über mehrere Plattformen

2016 ist das Jahr der Risikominimierung. Mehr und mehr neue Kreditmarktplätze erscheinen auf dem Markt. Damit steigt auch die Gefahr von Insolvenzen/Liquidierungen von P2P-Lending-Anbietern.

P2P-Lending-Anbieter arbeiten in der Regel mit sehr geringen Profitmargen. Eine hohe Auslastung des Kreditmarktplatzes, ist daher wichtig für das langfristige Überleben.

Versuchen Sie daher, Ihr Anlagekapital nicht nur auf unterschiedliche Kredite, sondern auch auf unterschiedlichen P2P-Kreditplattformen zu verteilen.

In Kontinentaleuropa und Deutschland ist die Branche noch nicht so „gereift“, wie in den USA oder England. Daher muss man auch weiterhin mit Insolvenzen von P2P-Lending-Anbietern rechnen. Zwar hat man auch nach einer Insolvenz weiterhin Forderungen gegenüber dem Kreditnehmer bzw. der Plattform, allerdings ist offen, wie praktikabel dann am Ende die Abwicklung wirklich ist.

Neben dem Insolvenzrisiko, gibt auch immer noch die Gefahr, das ein Kreditmarktplatz ungenaues Kredit-Scoring betreibt und die Anlage-Performance am Ende anders als prognostiziert ausfällt. Wer dieses Risiko möglichst vermeiden will, sollte auf Kreditmarktplätze mit bewährtem Geschäftsmodell und hohem Kreditvolumen setzen. Wichtig ist auch die Verlässlichkeit der IT-Struktur. Lendico lieferte hier in der Vergangenheit ein Negativbeispiel.

Auch regulatorische Risiken durch spontane Gesetzesänderungen stellen eine Gefahr dar. Aus diesem Grund sollte man auch versuchen, international zu investieren.

3. Risiken beachten

Eine Investition in P2P-Kredite ist nicht ohne Risiko. Verwenden Sie daher nur Kapital zum Anlegen, was nicht benötigt wird.

Die 3 Hauptrisiken des P2P-Lendings in Kontinentaleuropa sind aktuell:

  1. Plattformrisiko (Insolvenzen, Konsolidierung des Marktes, schlechtes Scoring)
  2. Rezession
  3. Regulatorik

Neben dem Plattformrisiko, gibt es auch immer noch das Risiko einer erneuten Rezession. Das P2P-Lending hat noch keine wirkliche Rezession durchlebt und daher bleibt offen, wie die Kreditmarktplätze in einer großen Wirtschaftskrise dastehen werden. Außerdem könnten Gesetzesänderungen die Anlage in P2P-Kredite unprofitabel machen bzw. P2P-Lending-Anbieter zur Aufgabe zwingen (Funding Circle Deutschland und Kleinanlegerschutzgesetz).

4. Weiterbildung

Wissen ist Macht. Das beste Mittel, um sich vor Risiken zu schützen, ist Weiterbildung und das Sammeln von Informationen. Auf lending-school.de, finden Sie zahlreiche Artikel zum Thema P2P-Lending im Allgemeinen, Anbieterübersichten,  Diversifikation und die Wahl des passenden Kreditmarktplatzes. Weitere, wertvolle Quellen sind das P2P-Kredite Forum, der Blog p2p-anlage.de und lendacademy.com.

Neue Investoren sollten sich außerdem folgenden Fragen stellen:

  1. Wie viel möchte ich investieren?
  2. Wie lang ist mein Anlagehorizont?
  3. Wie wichtig ist mir Liqudität?
  4. Bin ein konservativer oder eher aggressiver Investor?

Diese Fragen sind entscheidend, für die Wahl eines für Sie passenden Kreditmarktplatzes.

5. Rückflüsse reinvestieren

Um den Zinses-Zins-Effekt zu nutzen, müssen Sie Ihre Rückflüsse regelmäßig reinvestieren. So garantieren Sie, das volle Anlagepotenzial auszuschöpfen.

Einige Anbieter bieten einen Portfolio-Manager bzw. ein Re-Invest-Tool an, mit dem Sie Ihre Rückflüsse automatisch in neue Kreditprojekte investieren können. Beachten Sie dabei ebenfalls stets die Grundregeln der Diversifikation.

Leider sind für europäische Anlegern noch keinen etablierten Third-Party-Tools ,wie z.B. Lending Robot, zur Reinvestition verfügbar. Die Anbieter-Tools bieten oft nur grundlegende Funktionalitäten. Das sollte sich aber mit steigendem Alter der Branche verbessern.

Fazit

Sie sehen also, die Wahl des richtigen Kreditmarktplatzes fällt in diesem Jahr nicht leicht.

Neue Anleger sollten diese Best-Practices beachten, um sich vor Risiken zu schützen und erfolgreich zu investieren. P2P-Kredite bieten attraktive Renditen, aber auch spezifische Gefahren, die es zu beachten gilt.

Wenn Sie noch weitere Ansichten oder Best Practices mit uns teilen wollen, hinterlassen Sie uns doch einen Kommentar.

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